Was ist Heimat? Women in Exile zu Gast im ARTrium Schönhagen
Mach es besonders
Was auch immer es ist – die Art und Weise, wie du deine Geschichte online vermittelst, kann einen gewaltigen Unterschied ausmachen.
Foto © Phronesis Diskurswerkstatt
Die junge Frau aus Kamerun brachte es auf den Punkt: „Deutschland ist für uns wie eine schwangere Mutter, die uns zur Welt bringen wird“, sagte sie beim Treffen von Bürgerinnen und Bürgern aus der Prignitz mit Mitgliedern der Geflüchteten-Initiative „Women in Exile“ im ARTrium Schönhagen.
Rund 30 Leute hatten sich Anfang September auf Einladung der Phronesis Diskurswerkstatt bei Kaffee und Kuchen getroffen, um über das Thema Heimat zu reden. Was bedeutet Heimat für uns? Und wie fühlt es sich an, im Exil leben zu müssen? Bei dem Gedankenaustausch, an dem auch Vertreterinnen des Heimatvereins Vehlin teilnahmen, ging es viel um die Frage, was es bedeutet, irgendwo auf der Welt fremd zu sein und wie ein Ort zur Heimat werden kann. Welche Rolle spielt Gastfreundschaft dabei? Und warum ist das Heimweh manchmal stärker als der Wille, sich zu integrieren?
Zur Veranschaulichung, was es heißt, irgendwo fremd zu sein las die Schauspielerin Isabel Tetzner eine Passage aus dem Buch „Nation of Strangers. Unsere Heimat sind wir“ der türkischen Journalistin Ece Temelkuran. Sie lebt seit vielen Jahren im Exil in Deutschland.
Der Erfahrungsaustausch fand im Rahmen des Projektes „Vereinsheime“ statt, das von der Deutschen Bahn Stiftung gefördert wird.