Der Film führt zurück ins Jahr 1989 – dem Jahr des Zusammenbruchs der DDR. Eine der Hauptprotagonistinnen der damaligen Bürgerrechtsbewegung war Bärbel Bohley. Nach einer Demonstration zum 69. Jahrestag der Ermordung von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht wurde sie kurzerhand ausgebürgert. Über die Bundesrepublik wurde sie nach England abgeschoben. Nach sechs Monaten gelang es ihr, die Rückkehr in die DDR zu erzwingen. Der Staat verlor den Kampf gegen eine Aufrechte.
Die Erfahrungen des Exils hatte die damals 43-Jährige in einem Tagebuch festgehalten. Fosco Dubini und Barbara Marx orientieren sich in ihrem Porträtfilm Bärbel Bohley – Tagebuch einer Auflehnung an diesem Zeugnis. Die kurze intensive Phase radikaler Veränderung 1988–89 in der DDR steht im Fokus des Films. Parallel zu den Stationen des Tagebuchs, denen die Filmerzählung folgt, schildern enge Freunde und Mitstreiterinnen ihre eigenen Erfahrungen mit der Staatssicherheit, den perfiden Unterdrückungsmaßnahmen und den Haftbedingungen im Gefängnis Berlin-Hohenschönhausen.
Freitag, 4 September 2026
Ort: ARtrium Schönhagen, Schönhagener Dorfstr. 22, 16866 Gumtow
Einlass ab 20.00 Uhr, Film bei Einbruch der Dunkelheit, bei Regen in der Scheune
Eintritt: 9 Euro, ermäßigt 5 Euro
Förderer: Brandenburgische Landeszentrale für politische Bildung